Benediktinerkloster
1000 - 1469 n. Chr.
Das Benediktiner-Kloster und die Kirche Millstatt (romanischer Baustil) gründeten die bayrischen Pfalzgrafen Aribo und Poto aus dem Geschlecht der Aribonen um 1070 n.Chr., das durch 4 Jahrhunderte geistiger Mittelpunkt des Kärntner Oberlandes war. 33 Äbte standen in dieser Zeit dem Kloster vor. Vier Geschlechter, die Grafen von Görz, Ortenburg und Cilli und schließlich die Habsburger, übten während der Benediktinerherrschaft die Vogteirechte über das Kloster aus, die hier auch die hohe Gerichtsbarkeit (Blutbann) ausübten.
In die Zeit der Benediktiner fällt neben der umfangreichen Bautätigkeit vor allem auch die Ausschmückung der Kirche und des Kreuzganges mit hochwertiger romanischer Bauplastik. Darüber hinaus bezeugt die „Millstätter Handschrift“ (aufbewahrt im Kärntner Landesmuseum) das Vorhandensein einer Schreib- und Malschule und einer umfangreichen Bibliothek. Die Gründung der Filialkirchen des Klosters in Obermillstatt und Matzelsdorf fallen in diese Zeit. Wirtschaftliche Schwierigkeiten führten schließlich zum Niedergang der Benediktinerherrschaft und zur Aufhebung des Klosters im Jahre 1469.