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Jesuitenherrschaft

...von der Erklärung Millstatts zur Jesuitenresidenz bis zur Studienfondsherrschaft...

1598: Das Kloster mit all seinen Besitzungen wird dem Jesuitenorden übergeben. Mit den Einkünften aus Millstatt soll die Universität Graz erhalten werden. Millstatt wird zur Jesuitenresidenz erklärt.

Das zum Kloster gehörige Gebiet von der Lieser bis zur Turrach ist im 16. Jh. protestantisch geworden. Die Jesuiten leisten einen wesentlichen Beitrag zur Gegenreformation. Die Stiftskirche Millstatt erhält ihre barocke Ausschmückung und die früheren Spitztürme der Kirche erhalten ihre typische Zwiebelform. Außerdem entstehen zu dieser Zeit die Kapelle am Kalvarienberg mit den Kreuzwegstationen und das "Hohe Kreuz" im Osten von Millstatt.

1737: Die hohen Abgaben, die Bauern und Bürger an die Jesuiten leisten müssen, führen zu einem Bauernaufstand. Paul Zopf, ein Winkelschreiber aus Wien, stachelt die umliegende Bevölkerung gegen die Herrschaft auf. Als das Kloster erobert ist, will Zopf mit der Kassa Richtung Wien flüchten, wird aber gefangen genommen und hingerichtet.

21. Juli 1773: Papst Klemens XIV. hebt den Jesuitenorden auf. Bibliothek und Archiv der Residenz Millstatt werden nach Graz und Klagenfurt gebracht. Die Herrschaft Millstatt wird zu einer staatliche Studienfondsherrschaft.

Jesuitenresidenz Millstatt nach Valvasor

Darstellung der Residenz Millstatt nach J. W. Valvasor

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